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KošĂkov
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KošĂkov (deutsch Koschkow) ist ein Ortsteil der Stadt Velká BĂteš in Tschechien. Er liegt drei Kilometer sĂĽdlich von Velká BĂteš und gehört zum Okres Žďár nad Sázavou.
Contents
• Geographie
• Geschichte
• Literatur
• Weblinks
• Einzelnachweise
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Geographie
KošĂkov befindet sich auf einer Hochebene in der KĹ™iĹľanovská vrchovina (Krischanauer Bergland) im SĂĽden der Böhmisch-Mährischen Höhe. Durch KošĂkov fĂĽhrt die StaatsstraĂźe II/395 zwischen Velká BĂteš und Rosice; nördlich verläuft die Autobahn D 1. Im Ort entspringt die Chvojnice, sĂĽdöstlich der LudvĂkovskĂ˝ potok. Im SĂĽden erhebt sich die Ramaška (530 m n.m.). Gegen Osten erstreckt sich das Waldgebiet ÄŚernĂ© lesy (Schwarzwald), westlich der KošĂkovskĂ˝ les (Koschkower Wald).
Nachbarorte sind Janovice und KleÄŤany im Norden, Otmarov, PĹ™ibyslavice und Radoškov im Nordosten, DevÄ›t KřÞů und LesnĂ HlubokĂ© im Osten, Zálesná ZhoĹ™ und LudvĂkov im SĂĽdosten, StanovištÄ› und KrokoÄŤĂn im SĂĽden, Jinošov, Pucov und Jasenice im SĂĽdwesten, JindĹ™ichov, JestĹ™abĂ und Demáčky im Westen sowie NovĂ© Sady im Nordwesten.
Geschichte
Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Dorf im Jahre 1318 unter dem Namen Goschicaw, als der Vladike Mikul von Zbraslav der Zisterzienserinnenabtei Vallis Sanctae Mariae in Oslavany den Zehnt von mehreren Ortschaften ĂĽberlieĂź. In der Mitte des 14. Jahrhunderts gehörte das Dorf zur Herrschaft MeziĹ™ĂÄŤĂ. Im Jahre 1356 verschrieb Johann von MeziĹ™ĂÄŤĂ seiner Frau Anna von Sternberg einen Zins auf die Dörfer Kosikow und Neustift. 1365 änderte er die Verschreibung auf die Dörfer Kosikow, Rudikau, HroznÄ›tin, Neustift und Zablate; auĂźerdem verlieh er seiner Frau das Dorf Zahradka sowie Wälder fĂĽr ihren Bedarf an Brenn- und Bauholz. 1387 verlegte Johann von MeziĹ™ĂÄŤĂ das Wittum der Frau des Stach von Studnitz auf Kosikow, nach Stachs Tod nahm sie 1390 ihre Söhne in Gemeinschaft auf. Im Jahre 1420 gehörte das Dorf Kossykow dem Ctibor von Janowic, der es seinem Bruder Johann verkaufte. 1480 veräuĂźerte WanÄ›k von Panow das Dorf dem Johann von RaÄŤina, der es umgehend an Georg von MukodÄ›l weiterreichte. Ab 1493 gehörte KošĂkov zum Gut Jeneschau. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts verkaufte Ctibor von Wranow das Dorf dem ZbynÄ›k KralickĂ˝ von Kralitz. Dieser ging 1510 mit Wilhelm von Pernstein eine GĂĽtergemeinschaft ĂĽber seinen Besitz in Hluboky und KošĂkov ein. Wilhelms Sohn Johann von Pernstein veräuĂźerte 1526 das Gut KošĂkov zusammen mit seinen Anteil von Hluboky und Kuroslepy sowie dem halben Kirchpatronat in BĹ™eznĂk an den Besitzer der Herrschaft Namiest, Wenzel von Lomnitz. Im 17. Jahrhundert wurde das Dorf als Koschikow bezeichnet.
Im Jahre 1837 bestand das im Znaimer Kreis gelegene Dorf Koschkow bzw. Kossjkow aus 36 Häusern, in denen 253 Personen lebten. Im Ort gab es die Tochterkirche des hl. Bartholomäus, einen herrschaftlichen Meierhof und ein Wirtshaus; abseits lag ein Jägerhaus. Pfarrort war Bitesch.cite-ref-2[2] Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb Koschkow der Fideikommissgrafschaft Namiest untertänig.
Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Koškov / Koschkow ab 1849 mit dem Ortsteil Ludwigsdorf eine Gemeinde im Gerichtsbezirk Namiest. Ab 1869 gehörte Koškov zum Bezirk Trebitsch. Zu dieser Zeit hatte das Dorf 276 Einwohner und bestand aus 36 Häusern. 1896 wurde Koškov in den Bezirk GroĂź Meseritsch und Gerichtsbezirk GroĂź Bittesch umgegliedert. Im Jahre 1900 lebten in Koškov 234 Personen; 1910 waren es 225. Beim Zensus von 1921 lebten in den 52 Häusern der Gemeinde 300 Personen, darunter 298 Tschechen und ein Deutschercite-ref-3[3]; der Kernort Koškov bestand aus 38 Häusern mit 225 Einwohnern, darunter 223 Tschechen und ein Deutscher. Der Ortsname wurde 1924 in KošĂkov geändert, ebenso der des Ortsteils Ludwigsdorf in LudvĂkov. Im Jahre 1930 bestand KošĂkov aus 46 Häusern und hatte 260 Einwohner. Zwischen 1939 und 1945 gehörte KošĂkov / Koschkow zum Protektorat Böhmen und Mähren. 1948 wurde das Dorf dem Okres Velká BĂteš zugeordnet. Im Jahre 1950 hatte KošĂkov 214 Einwohner. Im Zuge der Gebietsreform und der Aufhebung des Okres Velká BĂteš wurde KošĂkov am 1. Juli 1960 dem Okres Žďár nad Sázavou zugewiesen. 1961 erfolgte die Eingemeindung nach Velká BĂteš. Beim Zensus von 2001 lebten in den 67 Häusern von KošĂkov 165 Personen. Zu Beginn des Jahres 2013 hatte das Dorf 177 Einwohner.
Gemeindegliederung
Der Ortsteil KošĂkov bildet einen Katastralbezirk.
SehenswĂĽrdigkeiten
• Kirche des hl. Bartholomäus, errichtet im 13. Jahrhundert. Im Jahre 2011 wurde sie saniert.
• Steinernes Kreuz vor dem Kirchhof, errichtet zum Dank für den Schutz in der Zeit von 1939–1945
Literatur
Weblinks
• Ortsbeschreibung
Einzelnachweise
cite-note-11. http://www.uir.cz/katastralni-uzemi/778192/Kosikov
cite-note-22. ↑ Gregor Wolny: Die Markgrafschaft Mähren, topographisch, statistisch und historisch dargestellt. Band III: Znaimer Kreis, Brünn 1837, S. 447
cite-note-33. ↑ ChytilĹŻv mĂstopis ÄŚSR, 2. aktualisierte Ausgabe, 1929, S. 554 Košeca - Košťálka